Seite 74 - Ein Buch über das Ende und darüber hinaus

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Luftbestattung
Voraussetzung für eine Luftbestattung ist die Einäsche-
rung des Verstorbenen. In einer besonderen Zeremonie
wird die Asche des Verstorbenen mit einem Heißluftbal-
lon, in ruhiger Fahrt, über einem großen Waldgebiet in
Frankreich ausgestreut. Auf Wunsch können Angehörige
an der Zeremonie teilnehmen. Wie bei der Seebestat-
tung empfiehlt es sich auch bei der Luftbestattung, zu
Lebzeiten eine Verfügung zu hinterlegen, in der dem
Wunsch deutlich Ausdruck verliehen wird, auf diese
Weise die letzte Ruhe zu finden.
Flugbestattung
Die Flugbestattung ist eigentlich eine Kombination
aus Luft- und Seebestattung, eine Einäscherung vor-
ausgesetzt. Die Asche wird mit einem Helikopter über
der Nordsee ausgestreut. Allerdings muss wie bei der
Seebestattung eine Willenserklärung des Verstorbenen
sowie eine behördliche Genehmigung vorhanden
sein. Die Angehörigen haben die Möglichkeit, der
Zeremonie beizuwohnen.
Weltraumbestattung
Die Weltraumbestattung ist eine Bestattungsart, bei
der der Körper eines Verstorbenen oder Teile davon
dem Weltraum übergeben werden. Aufgrund der
extrem hohen Kosten wurde bislang jeweils nur ein
Teil der Asche ins Weltall transportiert. Einige Firmen
beschränken sich darauf, eine digitale Botschaft mit
Fotos oder anderen Informationen über den Verstor-
benen ins All zu senden.
Urnengrab
Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstor-
benen in einer Urne beigesetzt. Man unterscheidet bei
Urnengräbern zwischen Einzelgräbern, in der Regel
mit einem Gedenkstein mit dem Namen des Verstor-
benen, anonymen Urnengräbern ohne Grabinschrift,
Urnen-Gemeinschaftsgräbern mit gemeinschaftlichem
Gedenkstein und Rasenreihengräbern oder Wahl-
gräbern. Die Ruhezeit bei Urnengräbern ist je nach
Grabstätte unterschiedlich, jedoch meist kürzer als bei
Erdgräbern.
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