Seite 75 - Ein Buch über das Ende und darüber hinaus

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Seebestattung
Unter Seebestattung versteht man die Bestattung
der sterblichen Überreste eines zuvor eingeäscherten
Verstorbenen auf See. Statt einer herkömmlichen Sarg-
oder Urnenbestattung auf einem Friedhof ist es seit
1934 auch in Deutschland möglich, eine Seebestattung
vorzunehmen. Dafür wird die Asche in einer speziellen
wasserlöslichen Seeurne außerhalb der Dreimeilen-
zone, in der Regel über »Rauhem Grund«, nach den
seemännischen Bräuchen dem Meer übergeben.
Der Kapitän spricht dabei die Trauerrede. Mit »Rauhem
Grund« sind Gebiete gemeint, in denen weder gefischt
noch Wassersport getrieben wird.
Bestattungsformen
Anonyme Erdbestattung
Wie bei der herkömmlichen Erdbestattung werden die
Verstorbenen in einem Sarg beigesetzt. Einen Grab-
stein erhält die Grabstelle jedoch nicht und sie kann
auch nicht bepflanzt werden. Die Grabstelle wird nach
der Beisetzung üblicherweise mit Rasen bepflanzt und
vom jeweiligen Grabstättenträger gepflegt. Bis auf
einige Ausnahmen ist die Teilnahme der Angehörigen
bei der Beisetzung meist nicht möglich.
Erdbestattung
Unter einer Erdbestattung (Inhumation) versteht man
die Beisetzung des Verstorbenen in einem Grab in der
Erde. Deutsche Bestattungsvorschriften schreiben für
diese Bestattungsart die Verwendung eines Sarges vor.
Rasengrab
Rasengräber sind sowohl mit als auch ohne Grabstein
möglich. Diese Bestattungsart bietet sich besonders
dann an, wenn die Möglichkeit zur Grabpflege nicht
gegeben ist. Hier übernimmt der Grabstättenträger die
Pflege der Grabstelle. Abhängig von der Friedhofsord-
nung kann es zusätzlich erlaubt sein, Blumen
am Grab abzulegen.