Seite 85 - Ein Buch über das Ende und darüber hinaus

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Friedhof Ohlsdorf, Hamburg
In Ohlsdorf, da sehen wir uns wieder“, so ein Sprich-
wort der Hamburger. Der Norden der Hansestadt ist
Heimat des größten Parkfriedhofs der Welt. Auf 391
Hektar werden hier seit 1877 im grünen Umfeld Men-
schen beerdigt. Als ein gigantischer Garten der letzten
Ruhe ist der Friedhof deshalb vor allem auch ein Platz
des Lebens, für die Hansestädter ein Ort der Naher-
holung und verbindet auf einmalige Art das Diesseits
mit dem Jenseits. Ob Freunde der Botanik, Menschen,
die in der hektischen Metropole einen Hort der Stille
suchen oder Touristen, die prominente Grabstätten be-
suchen möchten - in Ohlsdorf sieht man sich auch zu
Lebzeiten gerne wieder.
Unbedingt sehenswert:
Nicht nur die berühmte
Zoofamilie Hagenbeck fand hier ihre letzte Ruhestätte,
sondern auch zahlreiche Volksschauspieler, wie Hans
Albers, Heinz Erhardt und Inge Meisel. Grabstätten pro-
minenter Persönlichkeiten finden Besucher vor allem
im älteren Westteil der Anlage
www.ohlsdorf.de
Friedhof Riensberg, Bremen
Ein Denkmal des Lebens: Seit 2011 steht die als
Parkfriedhof gestaltete Anlage im Bremer Stadtteil
Schwachhausen unter Denkmalschutz. Mit einem See,
mehreren Brücken und einer Kapelle in klassischer
norddeutscher Backsteingotik ist das malerische
Gelände für Bremer ein Ort des Innehaltens. Der 1875
eröffnete Friedhof wurde durch den Zweiten Weltkrieg
stark beschädigt, im Anschluss aufwändig renoviert
und auf seine jetzige Größe von 28,1 Hektar vergrö-
ßert.
Unbedingt sehenswert:
Das Mausoleum Schmi-
dell wurde von Johann Heinrich Schmidell für seinen
verstorbenen Sohn errichtet. Der durch ein kuppel-
artiges Dachfenster beleuchtete Raum ist ganz in
weißem Marmor gehalten. Das Familiengrab Hammer-
schlag ist im Stil einer gotischen Kirche errichtet und
erhebt sich über sechs Meter.