Seite 96 - Ein Buch über das Ende und darüber hinaus

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G
Grabmal
Ein Grabmal, auch Grabdenk-
mal, ist im weiteren Sinne
jedes Erinnerungszeichen,
das an der Beerdigungs-
oder Beisetzungsstätte eines
Verstorbenen errichtet wurde.
Gebärden
Mit Gebärden wird die
Haltung des Verstorbenen
bei der Aufbahrung und
der Einbettung bezeichnet.
Meist werden die Hände
über der Brust gefaltet, die
Unterarme über der Brust
überkreuzt oder die Arme
über dem Bauch verschränkt.
Diese Gebärden weisen den
Verstorbenen als fromm und
friedlich entschlafen aus.
Friedhof der
Namenlosen
Auf verschiedenen Nord-
seeinseln wurden für ange-
schwemmte, unbekannte
Verstorbene eigene Friedhöfe
der Namenlosen angelegt.
Die Gräber tragen einfache
Kreuze, in der Regel versehen
mit dem Datum des Leichen-
fundes.
Friedhofs-
kultur
Friedhofskultur ist grundsätz-
lich der Oberbegriff für alle
materiellen und immateriel-
len Erscheinungen auf dem
Friedhof. Dazu zählen sowohl
Bauwerke wie Grabmäler
oder die Friedhofsanlage
an sich als auch Sitten und
Brauchtum. Die Friedhofsre-
formbewegung setzte im
19. Jahrhundert mit dem Er-
lass von Satzungen und Ord-
nungen ihre Vorstellungen
von Friedhofskultur durch.
Ein zentraler Leitsatz der
Friedhofsreform war die
Gleichheit aller im Tode,
andere Richtlinien leiten sich
aus verschiedenen histo-
rischen Vorbildern ab, die
idealisiert wurden.
F
Friedhof
Ein Friedhof (auch Begräbnis-
platz, Gottesacker oder Kirch-
hof ) ist ein Ort, an dem Ver-
storbene bestattet werden, in
den meisten Fällen begleitet
von einem religiösen Ritus.
Das Wort leitet sich ursprüng-
lich vom althochdeutschen
»frithof«, der Bezeichnung
für den eingefriedeten Vorhof
einer Kirche, ab. Friedhöfe
sind dazu bestimmt, den An-
gehörigen ungestörtes Toten-
gedenken zu ermöglichen.
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