Seite 97 - Ein Buch über das Ende und darüber hinaus

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Geläut
Im allgemeinen Sprachge-
brauch wird oft zwischen
Sterbe- und Totenglocke
unterschieden. Die eine zeigt
das Sterben eines Menschen
an, die andere den Eintritt des
Todes. Die Totenglocke wird
aber auch bei der Totenmesse
oder in der dreitägigen Frist
zwischen Tod und Bestattung
geläutet. Örtlich sind die
Traditionen des Geläuts sehr
verschieden.
Grabmaltaxe
Mit Grabmaltaxe wurde
eine Gebühr bezeichnet, die
vom Friedhofsträger für die
Aufstellung von Grabzeichen
und Grabmälern erhoben
wird. Die Grabmaltaxe wird
auch heute noch erhoben,
allerdings unter der Bezeich-
nung Grabmalgenehmi-
gungsgebühr.
Grabplatte
Grabplatten bedecken Gräber
in ihrer vollständigen Länge
und Breite und wurden
bei Kirchenbestattungen
eingesetzt. Aufgrund ihrer
hohen Kosten waren sie der
Oberschicht vorbehalten.
Grabplatten bestehen meist
aus Stein oder Metall und
sind durch ein Relief verziert,
das den Verstorbenen zeigt.
Grabplatten finden sich heute
auch auf Friedhöfen und in
Mausoleen.
Gruft
Mit Gruft wird meist eine
unterirdische Grabanlage
bezeichnet. Sie dienen meist
als Familiengräber, aber es
gibt auch Grüfte für ander-
weitig verbundene Gruppen,
z. B. für Zünfte.
J
Jenseits
Im Gegensatz zum irdischen
Diesseits ist das unirdische
Jenseits ewig. Bis zur Zeit der
Aufklärung war die Existenz
des Jenseits unbestritten.
Mit dem Tod wechselt der
Verstorbene vom Diesseits ins
Jenseits, das als Parallelwelt
dauerhaft besteht. Himmel
und Hölle sind Teile des
Jenseits.
K
Kondolenzbuch
In einem Kondolenzbuch
können Angehörige, Freunde
und Bekannte den Hinterblie-
benen in schriftlicher Form
ihr Beileid bekunden.
Kondukt
Im Kondukt wird der Verstor-
bene aus dem Sterbehaus
zum Friedhof gebracht.
Der Kondukt ist öffentlich, das
heißt, die Trauergesellschaft
nimmt am Kondukt teil.
Glossar