Seite 98 - Ein Buch über das Ende und darüber hinaus

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Leichenschmaus
Allgemein wird der Leichen-
schmaus als der Abschluss
des Trennungsrituals vom
Verstorbenen betrachtet.
Nach dem Leichenschmaus
geht das normale Leben
weiter. Heute ist der Leichen-
schmaus häufig ein Dank an
alle, die bei der Bestattung
geholfen haben. Ursprünglich
dürfte er aber in erster Linie
eine Verpflichtung gegen-
über dem Toten im Sinne
eines Seelenbrots gewesen
sein.
L
P
Patienten-
verfügung
Mit der Patientenverfügung
weist der Patient im Falle
einer Einwilligungs-, Entschei-
dungs- bzw. Äußerungsunfä-
higkeit den Arzt an, bestimm-
te zukünftige medizinische
Maßnahmen nach seinen
persönlichen Vorstellungen
vorzunehmen oder zu unter-
lassen.
Private
Trauerredner
Im deutschsprachigen Raum
begleiten private Trauerred-
ner traditionell die Hinterblie-
benen mit einer weltlichen
Trauerfeier, wenn der Ver-
storbene konfessionell nicht
gebunden war oder eine kon-
fessionelle Ausrichtung der
Trauerfeier nicht gewünscht
wird.
Körperspende
an ein anato-
misches Insti-
tut
Eine Möglichkeit der Bestat-
tung ist die Körperspende
an ein anatomisches Institut.
Der Körper des Verstorbenen
findet Verwendung zu Lehr-
oder Forschungszwecken.
Daran anschließend wird der
Körper eingeäschert und die
Asche auf Kosten des Instituts
oder gegen einen geringen
Unkostenbeitrag beigesetzt.
Oft besteht zudem auch
die Möglichkeit, die Toten-
asche in einem Familiengrab
beizusetzen. Die anfallenden
Kosten werden normalerwei-
se nicht übernommen.
Krematorium
In Krematorien werden
Feuerbestattungen durchge-
führt. Die Kremation war bis
1878 in Deutschland, als dem
Glauben an die Auferstehung
widersprechend, offiziell
verboten.
Nachruf
Der Nachruf ist eine Würdi-
gung des Lebenswerks eines
kürzlich Verstorbenen.
Meist erscheint ein Nachruf
in regionalen Zeitungen.
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