Melaten-Friedhof, Köln

Melaten-Friedhof, Köln

"Wä mich nit kennt, dä kennt Kölle nit" sagt der Kölner Volksmund. Gleiches könnte man über den Melaten- Friedhof sagen: Wer ihn nicht kennt, der kennt die Domstadt nicht. Der Melaten-Fr iedhof liegt auf dem Areal einer bereits im 12. Jahrhundert erwähnten Anstalt für Kranke und Aussätzige, für "Malade". Die Kapelle des mittelalterlichen Leprosenheimes ist in den heutigen Friedhof integriert. Auf Geheiß Napoleons, der Beerdigungen in Gemeinden und geschlossenen Gebäuden untersagte, wurde der Melaten-Friedhof nach dem Vorbild des Pariser Père Lachaise angelegt und 1810 eingeweiht. Von Anfang an sah die Planung vor, dass das Gelände auch zu Erholung und als öffentliche Grünanlage genutzt werden sollte. Aufgrund dieses parkartigen Charakters ist der Friedhof heute inmitten der Großstadt eine Oase für Flora und Fauna. Nach dem zweiten Weltkrieg war er kurzzeitig auch für in Not geratene Kölner ein Zuhause: Ausgebombten diente er als Unterschlupf und teilweise sogar als Wohnraum.

Unbedingt sehenswert: Auch wegen der zahlreichen, dort bestatteten Prominenten ist der Melaten- Friedhof ein beliebtes Ausflugsziel. So liegen hier unter anderem der Volksschauspieler Willy Millowitsch, der selbsternannte Volksschriftsteller Heinz G. Konsalik und der Reichskanzler Wilhelm Marx begraben. Während des Kölner Karnevals, der "fünften Jahreszeit", finden Führungen zu den Gräbern bekannter Karnevalisten statt.

www.melatenfriedhof.de 

 

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